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Am Sonntag, 21. Juni 2020

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Passauer Neue Presse, 22. Juni 2020

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Passauer Neue Presse, 20. Juni 2020

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WERNER BERG IN BAYERN

Schütz Fine Art & Landkreisgalerie auf Schloss Neuburg
präsentieren mit Werner Berg einen der ersten Künstler,
der in selbsterwählter Isolation die Besinnung auf das
Einfache propagierte und selbst kompromisslos vorlebte.
Eine Retrospektive am Pulsschlag unserer Zeit.

Die Landkreisgalerie auf Schloss Neuburg und Schütz Fine Art freuen sich, in ihrer ersten
Kooperation mit einer Personale von Werner Berg trotz ihres kunsthistorischen Charakters eine
Ausstellung von brisanter Aktualität präsentieren zu dürfen. In seiner geradezu apodiktischen
Hinwendung auf das Archaisch-Karge, seiner prononcierten Forderung und aktiven Rückkehr zur
Natur, in seinem proklamierten Hinterfragen des im Leben wirklich Notwendigen, in seiner
Reduktion auf das Wesentlichste, das Wahrhaftige, ist sowohl die Philosophie als auch das
Schaffen Werner Bergs heute aktueller denn je. Eine Retrospektive am Pulsschlag unserer Zeit.

„Was gibt es Geheimnisvolleres als die Klarheit?". Gemäß dieser Frage entwickelte der Künstler
Werner Berg (1904-1981), besessen von der Suche nach einer einfachen, klaren Bildsprache eine
originäre Handschrift, die spröder und fragiler anmutet als jene vieler zeitgenössischen Künstler.
Als „spirituelle Landvermessung“ ist Werner Bergs OEuvre interpretierbar. Bemerkenswert sei die
Suche nach dem Exemplarischen, nach dem Einfachen. In der Reduktion auf das Wesentliche sah
Berg das Ideal seiner Ausdrucksform. Eine „Existenz nahe den Dingen" hatte der in selbsterwählter
Abgeschiedenheit verortete Maler und sämtliche gesellschaftliche Normen und Konventionen
negierende Exzentriker postuliert. Ein Schwieriger war Werner Berg zweifellos – einhergehend mit
einer seltenen Kompromisslosigkeit und Klarheit, die sowohl sein Leben als auch sein Schaffen
bestimmte. Nahezu obsessiv verfolgte Berg das „Festhalten der Wahrhaftigkeit“.

In den letzten Jahren erfuhr Bergs Werk international Anerkennung. Zu nennen sind eine umfassende
Personale im National Art Museum of China, 2013 in Peking und in Shanghai, sowie die 2015/2016
heftig akklamierte, von fast 5 Millionen Menschen in Peking, Dalian, Hubei und Macao besuchte
Werkschau „Austrian Art 1860-1960“, in der Bergs Werk neben Gustav Klimt, Egon Schiele, Carl
Moll et alii einen wesentlichen Platz einnehmen durfte. Gerade im Kontext mit anderen Künstlern und
anderen Kulturkreisen erfuhr das Werk des mit Nolde, Beckmann, Munch, Kubin, Kokoschka
befreundeten Avantgardisten eine besondere Aura. Sowohl die monochromen Ölgemälde – in ihrer
outriert plakativen Eindeutigkeit eine frühe Vorwegnahme der Pop-Art – als auch die in ihrer
Reduktion eine seltene Perfektion erfahrenden Holzschnitte mit Motiven des Alltäglichen, des
Ephemeren, des Einfachen, sind außergewöhnliche Dokumente des schicksalhaften Daseins des
Menschen. Konzentrierung, spürbar als „Wirklichkeit unserer Tage“.

Heute, in einer Zeit des Umbruchs, der Orientierungslosigkeit, in einer Welt, die aus den Fugen zu
geraten scheint, besteht zunehmend Nachfrage nach dem Ehrlichen, dem Authentischen, nach Halt
und Wahrhaftigkeit. Insofern ist das reiche OEuvre des 1981 verstorbenen Künstlers ein luzider
Wegweiser Richtung Zukunft. Gerade die hohe Qualität und Stringenz des Werkes führt vor Augen,
welche Ausdrucksstärke in den vordergründig einfachen Arbeiten liegt. Archaisch wird das Leben
„zelebriert“, es wird bewusst wahrgenommen. Berg verstand es, das Seelenleben aufzudecken.

Intendiert ist ein Dialog des Natürlichen, Volkstümlichen, des Ländlichen und Religiösen, des
Spirituellen mit den fast 1000 Jahre alten Gemäuern und Kunstwerken des bayerischen Schlosses –
und so laden wir ein, sich ein Bild zu machen von einem, der die Hälfte seines Lebens Deutscher, die
andere Hälfte Österreicher, in Wahrheit aber ein alle Grenzen negierender Nonkonformist war …

Gerade dieser Tage, in denen man sich des Wesentlichen besinnt, in denen man hinterfragt, was man
zum Leben braucht, worauf man verzichten kann, um den Planeten nachhaltig zu bewahren, zu retten,
um der Schöpfung gerecht zu werden, gerade dieser Tage, inmitten einer globalen Klimakrise, gepaart
mit einer pandemischen Gesundheitskrise, die man auch als Chance begreifen kann, dieser Tage, ist
Werner Bergs Suche nach dem Wirklichen, dem Wahrhaftigen ein idealer Wegweiser.


Informationen über Zeit & Ort:
Ausstellung: „Werner Berg in Bayern“
Presented by: Schütz Fine Art & Landkreisgalerie auf Schloss Neuburg
Vernissage: Freitag, 19. Juni 2020 um 18 Uhr im Rittersaal auf Schloss Neuburg
Zeitraum: öffentlich von 20. Juni 2020 bis 2. August 2020
Öffnungszeit: Dienstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr
Adresse: Landkreisgalerie auf Schloss Neuburg
Am Burgberg 5
94127 D-Neuburg am Inn

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SENSATIONELLER MUSEUMSNEUBAU

SCHÜTZ FINE ART

EIN IN ENGELHARTSZELL PROJEKTIERTES PRIVATMUSEUM VON JOSEF & IRENE SCHÜTZ
SETZT ÜBER DIE KULTURELLE KOMPONENTE HINAUS AUCH WICHTIGE INNOVATIVE IMPULSE
FÜR WIRTSCHAFT, KLIMASCHUTZ UND TOURISMUS IN OBERÖSTERREICHS GRENZREGION

VIENNA / BEIJING / ENGELHARTSZELL

Hätten Sie gewusst, wo Kaiserin Elisabeth, als sie in jugendlicher Unbekümmertheit nach Österreich
reiste, und lange bevor sie Franz-Joseph, den Regenten der k.u.k. Monarchie Österreich-Ungarn
ehelichte, zu allererst feierlich empfangen und verehrt wurde? Nein? Zugegeben, das ist fast eine
Millionenfrage – gestellt von Günther Jauch oder Armin Assinger. Die richtige Antwort lautet „Engelhartszell“
in Oberösterreich. Warum diese Frage dieser Tage ans Licht kommt, ist darin begründet, dass
dort in Kürze ein neues Privatmuseum seine Pforten öffnet – und nebst Preziosen der Bildenden Kunst
auch der kunstvoll verzierte Flügel von eben jener (unter ihrem Kosenamen Sisi bekannten) Monarchin
in einem lichtgefluteten Ausstellungsraum der interessierten Öffentlichkeit zugängig gemacht wird.

INTERNATIONALE KUNST IM DIALOG UND KONZEXT ZUR REGION
Oberösterreich, berühmt für die Unberührtheit der natürlichen Landschaft, die Schönheit seiner Seen,
Klöster und Kirchen, seiner historischen Ortschaften und Städte, aber auch als Zentrum für Innovation,
Industrie und Bildung, wird in naher Zukunft um eine weitere Facette bereichert werden. Denn
inmitten der malerischen Naturlandschaft der an der Donau gelegenen Marktgemeinde Engelhartszell
plant Josef Schütz, seines Zeichens aus dem Mühlviertel stammender Kunstexperte und internationaler
Ausstellungskurator, in enger Kooperation mit der Gemeinde, eine neue Attraktion zu schaffen: ein
Museum, präsentierend internationale Kunst im Dialog und Kontext zur Region.
Das Museum selbst wird aus mehrfacher Sicht herausragend sein. Geplant als Solitär inmitten der
Natur stehend, umgeben nur von Bäumen, Wasser, Luft und Licht ist diese Positionierung auch durchaus
programmatisch zu verstehen. So entsteht – im Dialog mit dem Pendant des historischen Stiftes
Engelszell – eine einzigartige Achse, die dem Ort zu einem interessanten Spannungsfeld verhelfen
wird. Das Museum wird die Funktion einer Landmark einnehmen. In Dualität mit dem historischen
Stift wird der moderne Kubus auch Leuchtturm sein – im wahrsten Sinne des Wortes. Weit sichtbar,
wahrnehmbar – vom Wasser und zu Lande.

EIN KALEIDOSKOP SINNLICHEN KUNSTGENUSSES
Man begegnet hier preziösen Exponaten von Künstlern der Klassischen Moderne, bekannten Namen
und unbekannten Werken, aber auch Zeitgenössischem – und einer außerordentlichen Musikaliensammlung.
Historische Instrumente (wie der kunstvolle Flügel von Kaiserin Sisi), Partituren, Möblagen
und diverse Kleinodien schließen den Kreis zu jenen Gedanken- und Lebenswelten, die in Gemälden
ihren energiegeladenen, sinnlichen und emotional bewegenden Niederschlag finden. Basierend auf
der mehrere hundert Exponate umfassenden „Private Collection Irene & Josef Schütz“ ist geplant,
Kunst zu zeigen, Kunst und Kultur zu vermitteln, Kunstinteressierte aus aller Herren Länder in seine
Heimat Oberösterreich zu locken. Im Gegensatz zu üblichen Usancen aber soll die Vermittlung von
Kunst nicht nur passiv erfolgen, sondern auch aktiv erlebbar werden. Die permanente Ausstellung soll
durch jährlich mindestens drei temporäre Sonderausstellungen aus bewusst unterschiedlichen Bereichen
ergänzt werden. Zusätzlich dazu werden internationale zeitgenössische Künstler eingeladen, die
als Gast für einen Monat in einem eigenen Atelier als „artists in residence“ für das interessierte Publikum
öffentlich transparent Kunst schaffen. Eine Fortsetzung des transkontinentalen Dialogs, die Josef
Schütz seit Gründung der „Chinese-Austrian-Academy of Fine Arts“ im Jahr 2013 proaktiv betreibt.

INTERNATIONAL AUSGEZEICHNETE SAMMLUNG
Allein die den Grundstock der das gesamte Jahr zum Besuch geöffneten Dauerausstellung bildende
Sammlung enthält zahlreiche relevante Exponate der nationalen und internationalen Kunstgeschichte
– reichend von Gemälden aus dem 19. Jahrhundert über Jugendstil und die Klassische Moderne, über
Avantgarde, Expressionismus bis zur zeitgenössischen Kunst. Genannt seien nur ein paar prominente
Namen, deren Werke in der Sammlung vertreten sind: Klimt, Schiele, Kokoschka, Waldmüller, Schindler,
Wisinger-Florian, Moll, Eisenschitz, Moser, Dobrowsky, Walde, Egger-Lienz, Pauser, Kubin, Oppenheimer,
Kolig, Hundertwasser, Blau, von Zülow, Boeckl, Birkle u.v.a. Auch auf internationalem Parkett fand
die auf Hunderte Werke angewachsene Sammlung schon des Öfteren Beachtung. So fand die 2015 in
den vier größten Museen der Volksrepublik China gezeigte Retrospektive „Austrian Art 1860 – 1960“
nicht nur bei knapp fünf Millionen Besuchern Anklang, sondern wurde vom Kulturministerium als „beste
Ausstellung“ mit dem Staatspreis, und von der Stadt Peking mit dem Kreativitätspreis prämiert. Zusätzlich
zur Dauerausstellung sind wechselnde Sonderausstellungen mit Raritäten von Sammlern und Künstler-
Nachlässen geplant. Ein drittes Standbein werden Gastspiele von zeitgenössischen Künstlern sein.
Ein Refugium mit Atelier für diese „artists in residence“ im barocken Ortskern ist in Planung. Und last,
but not least, schließt Österreichs Parade-Kultur-Export den künstlerischen Reigen ab: die „Klangwelten
von Mozart bis Johann Strauß“ laden zu einem teils virtuellen, auf jeden Fall aber zu einem virtuosen
Einblick in Künstlerleben. Dem Bedürfnis nach Ruhe und Entschleunigung kann man, entsprechend der
pittoresken Kulisse der Örtlichkeit, im wohltemperierten Inneren hinter der Glasfassade oder auf der
Terrasse des Cafés nachkommen. Kraft und Energie inmitten einer Oase des Kunstgenusses.

NULL-ENERGIE-MUSEUM
Auf einen besonderen Aspekt sei hierbei hingewiesen: das Schütz-Museum in Engelhartszell wird das
erste „Null-Energie-Museum“ der Welt sein. Eine Sensation. Allein von der Bauweise, Architektur, Materialität
und Flexibilität ist das Gebäude zukunftsweisend und nachhaltig. Durch eine eigenständige
Energieversorgung – geplant ist eine stromerzeugende Photovoltaik-Anlage mit Wasserwärmepumpe
– wird das gesamte, auf drei Etagen verteilte Ausstellungsgebäude, autark versorgt. Korrespondierend
mit der Aura des Raumklimas wird das flexibel in Quadraten und Kuben geplante Gebäude auch
energetisch aufgeladen sein – ist es doch nach den asiatischen Prinzipien des Feng Shui ausgerichtet.
Das Tai Ji, ein offenes Stiegenhaus, als Zentrum des Hauses und Gravitationszentrum, sammelt die
Essenz – und repräsentiert de facto Offenheit und Klarheit. Diese Offenheit und Klarheit zeigt sich
auch in der präsentierten Kunst, in der Internationalität der Sammlung; inklusive regelmäßigen Einladungen
von arrivierten Künstlern und jungen Talenten als „artists in residence“.
Das direkt an der malerischen Donau-Promenade situierte „Schütz-Museum“ wird den durch Kontemplativität
beseelten Ort Engelhartszell sanft mit neuem Leben erfüllen. Mit dem Stift als historischtraditionelles
Pendant wird der moderne Museumsbau ein Zweigestirn entfalten.
Auch wenn es derzeit noch ambitioniert klingt: Engelhartszell wird in der internationalen Kulturszene
Aufmerksamkeit und Beachtung erlangen. Nein, vielmehr wird Engelhartszell im alljährlichen Kanon
der Kunstwelt einen fixen Platz einnehmen.

INNSIDE/28. Jahrgang/Ausgabe 8/Oktober 2019


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LI HUAS INTELLECTUAL ART

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UNTERZEICHNUNGSZEREMONIE

Peking, 8. April 2018

zwischen Direktor Deng (Chongqing Art Museum) und Prof. Josef Schütz über die Ausstellung "Li Huas intellektuelle Kunst im Kontext zur naiven afrikanischen Volkskunst" unter Anwesenheit von Mitgliedern der Österreichischen Bundesregierung.